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Tunnel Riedberg (TURI)

Eine besondere Herausforderung

Die Autobahn A9 durchquert beim Bahnhof Gampel-Steg den Fussbereich des Riedbergs unterirdisch. Die nördliche Tunnelröhre hat eine Länge von 537 m und die südliche Tunnelröhre eine Länge von 565 m. Die Strecke Untertage befindet sich im Lockergestein.

Im November 2004 wurden die Vortriebsarbeiten aufgenommen. Nach einigen Monaten sind unerwartete Deformationen aufgetreten und die Gesamtstabilität des Hanges wurde in Frage gestellt sowie die Möglichkeit einer grossräumigen Hangrutschung nicht ausgeschlossen. Nach der Einsetzung einer Task Force wurde im August 2005 beschlossen, bis zur Klärung der Gründe für die nicht abklingenden Verschiebungen, den Vortrieb einzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Vortriebsarbeiten in der Nordröhre 133 m und in der Südröhre 192 m ausgeführt. Nach umfangreichen Abklärungen wurden verschiedene Massnahmen beschlossen und ausgeführt, u. a. die Stabilisierung der beiden Portalbereiche, Verstärkungsmassnahmen im rückwärtigen Bereich der bis dato erstellten beiden Tunnelröhren. Gleichzeitig wurde ein neues Detailprojekt erstellt und genehmigt, welches zur Überarbeitung des Projektes führte. 2015 wurde die entsprechende Ausschreibung für die Wiederaufnahme der Vortriebsarbeiten publiziert und die Vortriebsarbeiten wurden wieder an beiden Tunnelröhren aufgenommen.

 

 

 

Die Ausbrucharbeiten im Tunnel Riedberg werden gemäss der im Sommer 2018 definierten Planung ausgeführt. Zurzeit sind 66 Prozent der Südröhre und 75 Prozent der Nordröhre ausgebrochen. Aussergewöhnliche Niederschläge im Januar 2018 und im Herbst 2018 haben gezeigt, dass die bekannten Kriechraten im Riedberg stark abhängig vom Einfluss des in den Hang infiltrierenden Wassers sind. Im Rahmen der regelmässigen Überwachung des Riedberghanges wurden im Jahr 2018 dementsprechend erhöhte Verschiebungsraten festgestellt. Diese nehmen jedoch seither langsam und konstant wieder ab.

Die aktuellen Arbeiten am Tunnel Riedberg sind aus heutiger Sicht nicht die Ursache für die Bewegungen und werden auch planmässig weitergeführt. Die Verschiebungsraten in den beiden Tunnelröhren bewegen sich in einem normalen Rahmen. Seitens des Amtes für Nationalstrassenbau (ANSB) wird jedoch der Hang unter anderem noch umfangreicher als bisher messtechnisch überwacht.

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