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Tunnel Riedberg (TURI)

Eine besondere Herausforderung

Die Autobahn A9 durchquert beim Bahnhof Gampel-Steg den Fussbereich des Riedbergs unterirdisch. Die nördliche Tunnelröhre hat eine Länge von 537 m und die südliche Tunnelröhre eine Länge von 565 m. Die Strecke Untertage befindet sich im Lockergestein und die Tagbaustrecke variiert zwischen 25 – 65 m Länge.

Im November 2004 wurden die Vortriebsarbeiten aufgenommen. Nach einigen Monaten sind unerwartete Deformationen aufgetreten und die Gesamtstabilität des Hanges wurde in Frage gestellt sowie die Möglichkeit einer grossräumigen Hangrutschung nicht ausgeschlossen. Nach der Einsetzung einer Task Force wurde im August 2005 beschlossen, bis zur Klärung der Gründe für die nicht abklingenden Verschiebungen, den Vortrieb einzustellen.

 

 

 

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Vortriebsarbeiten in der Nordröhre 133 m und in der Südröhre 192 m ausgeführt. Nach umfangreichen Abklärungen wurden verschiedene Massnahmen beschlossen und ausgeführt, u. a. die Stabilisierung der beiden Portalbereiche, Verstärkungsmassnahmen im rückwärtigen Bereich der bis dato erstellten beiden Tunnelröhren. Gleichzeitig wurde ein neues Detailprojekt erstellt und genehmigt, welches zur Überarbeitung des Projektes führte.

2015 wurde die entsprechende Ausschreibung für die Wiederaufnahme der Vortriebsarbeiten publiziert. Die Vortriebsarbeiten sind an beiden Tunnelröhren aufgenommen worden.

Nach einem tragischen Unfall hat die Bauherrschaft das Konzept der Vortriebs- und Ausbruchsicherung im Tunnel Riedberg angepasst. Insbesondere erfolgt der Ausbruch in Schritten von oben nach unten sowie einer Sicherung der Ortsbrust, mittels Spritzbeton mit Stahlfasern, Netzen und einer Verdichtung der Ortsbrustanker. Dadurch verändert sich der Arbeitszyklus bzw. verlängert sich die Bauzeit im TURI voraussichtlich um 17 Monate.

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