Bannerbild

Tunnel Riedberg (TURI)

Eine besondere Herausforderung

Die Autobahn A9 durchquert beim Bahnhof Gampel-Steg den Fussbereich des Riedbergs unterirdisch. Die nördliche Tunnelröhre hat eine Länge von 537 m und die südliche Tunnelröhre eine Länge von 565 m. Die Strecke Untertage befindet sich im Lockergestein und die Tagbaustrecke variiert zwischen 25 – 65 m Länge.

Im November 2004 wurden die Vortriebsarbeiten aufgenommen. Nach einigen Monaten sind unerwartete Deformationen aufgetreten und die Gesamtstabilität des Hanges wurde in Frage gestellt sowie die Möglichkeit einer grossräumigen Hangrutschung nicht ausgeschlossen. Nach der Einsetzung einer Task Force wurde im August 2005 beschlossen, bis zur Klärung der Gründe für die nicht abklingenden Verschiebungen, den Vortrieb einzustellen.

 

 

 

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Vortriebsarbeiten in der Nordröhre 133 m und in der Südröhre 192 m ausgeführt. Nach umfangreichen Abklärungen wurden verschiedene Massnahmen beschlossen und ausgeführt, u. a. die Stabilisierung der beiden Portalbereiche, Verstärkungsmassnahmen im rückwärtigen Bereich der bis dato erstellten beiden Tunnelröhren. Gleichzeitig wurde ein neues Detailprojekt erstellt und genehmigt, welches zur Überarbeitung des Projektes führte. 2015 wurde die entsprechende Ausschreibung für die Wiederaufnahme der Vortriebsarbeiten publiziert. Die Vortriebsarbeiten sind an beiden Tunnelröhren aufgenommen worden.

Am 28. Juni 2018 kam es bei den Vortriebs- sowie Sicherungsarbeiten im Tunnel Riedberg an der Ortsbrust zu einem tragischen Unfall. Dabei wurde ein Tunnelarbeiter getötet und ein weiterer schwer verletzt. Die Untersuchungen zum genauen Unfallhergang durch die Staatsanwaltschaft sind im Gange.

Während den Baumeisterferien hat das ANSB das Konzept der Vortriebs- und Ausbruchsicherung im Tunnel Riedberg angepasst. Insbesondere erfolgt der Ausbruch in Schritten von oben nach unten sowie einer Sicherung der Ortsbrust, mittels Spritzbeton mit Stahlfasern, Netzen und einer Verdichtung der Ortsbrustanker. Dadurch verändert sich der Arbeitszyklus bzw. verlängert sich die Bauzeit im TURI voraussichtlich um 17 Monate.

Bilder

KONTAKT

Amt für Nationalstrassenbau
Kantonsstrasse 275 | Postfach 160
3902 Glis

info@a9-vs.ch
TEL. +41 27 606 97 00
FAX. +41 27 606 97 01