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Gedeckter Einschnitt Raron (GERA)

Unterirdisch durch Raron

Am 12. März 2018 erfolgte der offizielle Baubeginn des Gedeckten Einschnitts Raron (GERA). Der Gedeckte Einschnitt Raron wird als Tagbautunnel in Lockergesteinsformationen gebaut, die durch frühere Flussläufe des Rottens geprägt sind. Aufgrund des sehr heterogenen und weichen Baugrunds sowie des hoch anstehenden Grundwassers und der Lage des Baukörpers längs des Industrie- und Wohngebietes wird beim Bau eine deformations-/erschütterungsarme und wasserdichte Baugrube erstellt. Insgesamt hat das Bauwerk eine Gesamtlänge von 1‘460 m. Neben dem Hauptobjekt Gedeckter Einschnitt Raron mit einer Länge von 1‘000 m kommen die Wanne West mit einer Länge von 260 m und die Wanne Ost mit der Länge von 200 m hinzu.

Laufend werden verschiedene Massnahmen getroffen, um die Lärm- und Staubimmissionen während den Bauarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren. 

 

 

Die gesamte Baugrube des Gedeckten Einschnittes Raron (GERA) wird mittels Bohrpfahlwänden gesichert. Rund 75% dieser Ortsbetonpfähle (1'700 von 2'400) sind bereits erstellt. Am weitesten fortgeschritten sind die Arbeiten an der Wanne West. Mitte November wurde die Hilfsbrücke montiert, welche die Zufahrt vom Bahnhof ins Dorf sicherstellt. Auch die Autobahnbrücke bei der Unterführung nach St. German nimmt nach und nach Gestalt an.

Beim Bahnhof Raron führte die Strasse bisher mit einem leichten Bogen vom Turtig zur Bahnhofunterführung. Während den nächsten zwei Jahren ist dort eine Hilfsbrücke im Einsatz. Diese 7,5 m breite Brücke wurde in Teilen auf die Baustelle geliefert und montiert. Die Brücke verfügt über ein von der Fahrbahn abgetrenntes Trottoir für die Fussgänger. Die Trägerbrücke steht auf Bohrpfählen und wird bald hoch oben in der Luft schweben - dann nämlich, wenn darunter die tiefe Baugrube zum Bau des Tagbautunnels ausgehoben sein wird.

Bis Ende dieses Jahres wurden in der Wanne West die Bodenplatten und auf der Südseite bereits die ersten Wände erstellt. Obwohl die Baugrube im Grundwasser liegt, gab es bisher keine nennenswerten Schwierigkeiten. Geologen überprüfen die Baugrube laufend. Das ausgehobene Material wird teilweise zur Erstellung eines Dammes zwischen der zukünftigen Autobahn und dem SBB-Trassee im Westen sowie zum Bau des Trassees im Osten des GERA verwendet. Hier entstand eine Baupiste, welche die Strassen von Raron sowie die Kantonsstrasse vom internen Baustellenverkehr entlastet.

Die Kunstbauten Lufu westlich von Turtig sind abgeschlossen. Dort entstanden eine verlängerte Unterführung für die Strasse nach Niedergesteln, eine Brücke über den Grossgrundkanal sowie die Überführung für die künftige Autobahn. Der Nordkanal wurde auf einer Länge von rund 750 m weiter nach Süden verschoben, um der zukünftigen Autobahn Platz zu bieten. Während dieser Zeit ist die Basperstrasse gesperrt. Im Süden wurde ein Graben ausgehoben und darin vorfabrizierte Betonelemente versetzt, die dann das Gewässer des neuen Nordkanals aufnehmen. Während der Dauer der Bauzeit fliesst der Kanal verdeckt. Wenn der Gedeckte Einschnitt Raron fertig gebaut ist, kann der Nordkanal wieder offen fliessen, wird aber im neuen Bachbett verbleiben.

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