Bannerbild

Gedeckter Einschnitt Raron (GERA)

Unterirdisch durch Raron

Am 12. März 2018 erfolgte der offizielle Baubeginn des Gedeckten Einschnitts Raron (GERA). Der Gedeckte Einschnitt Raron wird als Tagbautunnel in Lockergesteinsformationen gebaut, die durch frühere Flussläufe des Rottens geprägt sind. Aufgrund des sehr heterogenen und weichen Baugrunds sowie des hoch anstehenden Grundwassers und der Lage des Baukörpers längs des Industrie- und Wohngebietes wird beim Bau eine deformations-/erschütterungsarme und wasserdichte Baugrube erstellt. Insgesamt hat das Bauwerk eine Gesamtlänge von 1‘460 m. Neben dem Hauptobjekt Gedeckter Einschnitt Raron mit einer Länge von 1‘000 m kommen die Wanne West mit einer Länge von 260 m und die Wanne Ost mit der Länge von 200 m hinzu.

Laufend werden verschiedene Massnahmen getroffen, um die Lärm- und Staubimmissionen während den Bauarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren. 

 

 

Seit einigen Monaten verändert sich das Bild rund um den Bahnhof Raron laufend. Dort entsteht der künftige Tagbautunnel, der Gedeckte Einschnitt Raron (GERA). Bereits sind die ersten Verläufe des künftigen Tagbautunnels deutlich sichtbar, vor allem am abhumusierten Streifen. Hier entsteht an den Rändern der Baugrubenabschluss mittels Bohrpfählen. Erst das Einbringen der Bohrpfähle macht den Aushub der Baugrube möglich.

Da der Gedeckte Einschnitt Raron im Süden des Bahnhofs Raron vorbeiführt, kommt die Baugrube unmittelbar vor dem südlichen Portal der Bahnhofunterführung zustehen. Dies damit die Verbindung zwischen den beiden Dorfteilen Turtig und Raron immer gewährt bleibt. Dadurch verändert sich die Bahnhofstrasse im Verlaufe der Bauzeit. Auf der Höhe des ehemaligen Kinderspielplatzes - östlich der heutigen Bahnhofstrasse - ist im Herbst eine Dammschüttung entstanden. Dadurch konnte die Bahnhofstrasse Mitte Januar nach Osten verschoben werden. An der Stelle der jetzigen Bahnhofstrasse wird nächstens eine Hilfsbrücke erstellt, damit der Verkehr ab ca. Mitte des Jahres über diese geführt werden kann. Im Osten wird parallel dazu die überschnittene Bohrpfahlwand erstellt, damit das Terrain ausgehoben werden kann. Sobald der Tagbautunnel fertig betoniert und mit Erdreich überdeckt bzw. hinterfüllt ist, verschiebt sich die Bahnhofstrasse für die Dauer von wenigen Wochen wieder in den Osten und die Hilfsbrücke wird rückgebaut. Bis Mitte 2022 wird die definitive Wiederherstellung der Bahnhofstrasse erfolgen. Nach der definitiven Überschüttung des Gedeckten Einschnitts Raron werden die Verantwortlichen der betrieblichen und sicherheitstechnischen Ausrüstung (BSA) im Innern des Tunnels tätig sein.

Die Kunstbauten Lufu westlich von Turtig sind abgeschlossen. Dort entstanden eine verlängerte Unterführung für die Strasse nach Niedergesteln, eine Brücke über den Grossgrundkanal sowie die Überführung für die künftige Autobahn. Der Nordkanal wurde auf einer Länge von rund 750 m weiter nach Süden verschoben, um der zukünftigen Autobahn Platz zu bieten. Während dieser Zeit ist die Basperstrasse gesperrt. Im Süden wurde ein Graben ausgehoben und darin vorfabrizierte Betonelemente versetzt, die dann das Gewässer des neuen Nordkanals aufnehmen. Während der Dauer der Bauzeit fliesst der Kanal verdeckt. Wenn der Gedeckte Einschnitt Raron fertig gebaut ist, kann der Nordkanal wieder offen fliessen, wird aber im neuen Bachbett verbleiben.

Bilder

KONTAKT

Amt für Nationalstrassenbau
Kantonsstrasse 275 | Postfach 160
3902 Glis

info@a9-vs.ch
TEL. +41 27 606 97 00
FAX. +41 27 606 97 01