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Geologie im Tunnel Visp

Eine spannende Herausforderung

 

Erkundete Geologie. Die Geologie des Tunnels Visp ist durch den Sondierstollen sowie den Vispertaltunnel hinreichend erkundet. Der Tunnel Visp durchquert von Norden (ab Schwarzen Graben) zuerst Kalkglimmerschiefer, dann Kalkglimmerschiefer mit Prasinitlinsen und Phyllit. Bei Tunnelmeter 1‘100 sind die Mineure auf die Rhone-Simplon-Störzone getroffen. Es handelt sich um den Arm einer der wichtigsten Störzonen, die mit der Alpenentstehung verbunden ist – man spricht von einem hohen Tektonisierungsgrad: Verschiebungen treten auf. Das letzte Drittel besteht zunächst aus Prasiniten und Triasgestein. In der Nähe des Portals Chatzuhüs arbeitet man sich erneut durch Kalkglimmerschiefer.

Tunnelbau bleibt trotzdem immer spannend: Trotz der guten Erkundung präsentieren sich Übergänge und die detaillierte Zusammensetzung des Gesteins dem Geologen erst an der Ortsbrust, dem aktuellen Vortriebsstand. Insbesondere in den heiklen Zonen planen die Ingenieure besondere Tunnelausbruchmethoden – so wird der Tunnel nicht im ganzen Querschnitt gleichzeitig, sondern in Teilen ausgesprengt (z. B. zunächst den oberen seitlichen Teil, dann den unteren Teil – sogenannte Teilausbrüche). Für die Durchquerung der Störzone wurden gar seitliche Widerlagerstollen gesprengt, welche - mit Beton hinterfüllt – beim Bau der Hauptröhre zusätzliche Stabilität gewährleisten.

 

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