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Martin Hutter

Chef Amt für Nationalstrassenbau (ANSB)

Geht es vorwärts mit der A9 im Oberwallis?

Die Arbeiten verlaufen programmgemäss. Persönlich beeindruckt mich die Vielfalt der Aktivitäten: Im Tunnel Visp sind die Mineure an der Arbeit, zwischen Susten und Gampel ist auf dem Trassee bereits grösstenteils der Belag eingebaut, im Tunnel Eyholz und im Gedeckten Einschnitt Turtmann wird zur Zeit die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung installiert; überall entstehen Kunstbauten – Brücken, Kreisel, Zufahrten, usw. Die Arbeiten für die Wiederaufnahme der Vortriebsarbeiten im Tunnel Riedberg sind vergeben, so dass diese nächstes Jahr beginnen können. Es sind viele Bauwerke die erstellt wurden bzw. werden.

Welche Bedeutung hat der Autobahnbau für das Oberwallis?

Durch die Bauarbeiten kann auch das lokale und regionale Gewerbe Nutzen ziehen. Zahlreiche Unternehmen der Region, darunter nicht nur aus der Bauwirtschaft, haben durch den Bau der Autobahn A9 Arbeit: Bauunternehmer, Ingenieure verschiedenster Richtungen, zudem Maler- und Elektrobetriebe, um nur einige zu nennen. Auch wenn verschiedene Unternehmen «nur» als Subunternehmer arbeiten: Sie nehmen Know-how mit zurück in ihre Unternehmen, welches sie an den komplexen Bau- und Ausrüstungsprojekten erfahren können. Ich denke zum Beispiel an den Unterwasserbeton bei der Baustelle Grosseya im Zusammenhang mit dem Vollanschluss Visp West oder die neuesten technischen Installationen im Tunnel Eyholz.

 

Was sind die grössten Herausforderungen?

Es sind immer verschiedene Interessen betroffen. Diese gilt es zu erkennen, zu analysieren, abzuwägen und in Einklang zu bringen. Oftmals können diese verschiedenartigen Interessen nur durch solide und objektive Kompromisse «versöhnt» werden. Die Zeitdauer der Bewilligungsverfahren ist nicht zu unterschätzen; diese Verfahren sind aber zwingend einzuhalten. In baulicher Hinsicht freut es mich, dass wir mit den Arbeiten im Tunnel Riedberg 2016 weiterfahren können. Bezüglich der Sperrung Vispertal stimmen mich die ersten Wochen zuversichtlich. Die getroffenen Massnahmen haben sich bewährt und einige konnten noch optimiert werden. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer trägt sicher auch das ihrige bei und ich bin gespannt, wie sich die Verkehrslage im Winter bzw. in den touristischen Hochsaisons präsentiert.

 

 

Was freut Sie an Ihrer Tätigkeit?

Rund 50 % der Autobahn zwischen Siders und Brig verläuft Untertag. Gleichzeitig haben wir eine hohe Dichte von Zu- und Abfahrten auf die Autobahn A9 wie nirgends in der Schweiz. Die verschiedenen Baumethoden, die Komplexität der einzelnen Projekte sowie das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Projektbeteiligten ist eine spannende Herausforderung. Die Arbeiten verlaufen planmässig und können nur gemeinsam realisiert werden. Dies bedingt einen grossen Einsatz aller Mitarbeitenden und Projektbeteiligten. Zudem unterstützen uns die Verantwortlichen des Departements für Verkehr, Bau und Umwelt (DVBU) sowie des Bundesamtes für Strassen (ASTRA). Persönlich verspüre ich einen wachsenden Rückhalt seitens der Bevölkerung sowie der politischen Vertreter.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

(Interview aus A9Info November 2015)

 

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