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WIEDERHERSTELLUNGS- UND ERSATZMASSNAHMEN

EINE AUTOBAHN ZUR AUFWERTUNG DES NATURPARKS PFYN

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Das Umweltschutzgesetz des Bundes (USG) verpflichtet zu einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Diese prüft, ob das Projekt den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Zwischen dem Projekt von 2016 und dem bereits bewilligten Projekt von 1999/2001 gibt es aufgrund von technischen Anpassungen, zeitlichen Verschiebungen und zusätzlichen Rodungen unterschiedliche Auswirkungen auf die Umwelt. Ergänzende Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen sind notwendig.

Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen. Das Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz (NHG) verbietet die Realisierung von Projekten, welche schützenswerte Landschaften beeinträchtigen. Falls diese Beeinträchtigungen einem berechtigten, wichtigen Bauvorhaben gegenüberstehen, sind Wiederherstellungsmassnahmen in unmittelbarer Nähe zwingend. Die Gegend des Pfynwaldes verfügt über einen ökologischen und landschaftlichen Wert von europäischer Wichtigkeit, geschützt auf kommunaler, kantonaler und Bundesebene. Die daraus resultierenden Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen bilden Teil des Projektes der Autobahn A9 – auf gleicher Stufe wie der Bau des Trassees.

Bereits bewilligte Massnahmen. Das 1999/2001 bewilligte Projekt der Autobahn A9 beinhaltet Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen, deren Realisierung bereits seit mehreren Jahren begonnen hat. Sie zielen unter anderem auf die Revitalisierung des Rottens zwischen Susten und Chippis, die Wiederherstellung von Feuchtgebieten – trockengelegt im Rahmen des Plans Wahlen – und die Erhaltung von Magerwiesen in Millieren. Hinzu kommt die Umgestaltung und Verbreiterung des Russenkanals. Die Erstellung von neuen Weihern im Pfyn ist abgeschlossen, die Umgestaltung des Russenkanals und die Abholzung im Rottensand sind noch im Gange. Die Gestaltung des Mündungsgebiets der ‚Raspille‘ wird zurzeit studiert.

Massnahmen im Verfahren. Zwei im Jahre 1999 bewilligte Massnahmenprojekte mussten infolge Projektänderungen neu aufgelegt werden. Es handelt sich um die aufgrund des Hochwassers von 1999 verlängerte Fussgängerbrücke über den Rotten zwischen Salgesch und Millieren sowie die neue Trinkwasserfassung von Salgesch, neu koordiniert mit einem Projekt der Gemeinde Siders.

Neue Massnahmen. Die Projektänderungen an der Autobahn A9 erweitern den Einflussperimeter der Baustelle. Die konsekutiv bedeutenden Rodungen verlangen nach zusätzlichen Wiederherstellungs- und Ersatzmassnahmen. Diese berücksichtigen die aktuelle Situation und die zukünftige Entwicklung, welche im kantonalen Konzept über den Schutz des Pfynwaldes von 1997 vorgesehen sind. Sie sind ebenfalls koordiniert mit Umsetzungen anderer Akteure. Sie orientieren sich an drei Hauptachsen: Landschaftliche Integration durch die Rekonstruktion der ursprünglichen Topografie, Verbesserungen und Ergänzungen von bereits realisierten Projekten sowie Berücksichtigung von Freizeitinteressen (Brücken, Beobachtungsposten, Fischzucht und Erholungszonen). Alle diese Massnahmen sind in der Ebene geplant, wo auch die Biotope durch den Bau der Autobahn A9 betroffen sind (Wald und Schutzgebiete). Wo landwirtschaftliche Zonen betroffen sind, berücksichtigt das Projekt den Wert des Bodens und siedelt Projekte auf ertragsschwachem Grund an.

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